In der Zeit des späten Winters (bis 21. Februar) haben immer noch regenerierende und speichernde Körperfunktionen ihren Vorrang, das Verdauungsfeuer brennt langsam und ruhig, Vata und Kapha sind erhöht. Dadurch kann es zu vermehrter Schleimbildung, Müdigkeit und Gewichtszunahme kommen.
Kräuter, die Kapha reduzieren und das Verdauungsfeuer anregen, können den Körper sanft auf den Frühling vorbereiten. Das sind beispielsweise Trikatu für das Stimulieren des inneren Feuers, Triphala zum Öffnen der Zirkulationskanäle und zum Reduzieren von Kapha und Vata sowie Ingwer und Pippali (langer Pfeffer) zum Abbauen unverdauter Stoffwechselrückstände.
Zudem ist ein gutes Timing im Winter noch wichtiger als im Sommer:
Morgens: Kapha-Zeit (7-9 Uhr)
- Warmes Wasser (ev. mit Ingwer oder Zitronenschale)
- Warmes Getreide (Hirse, Hafer)
- Kein Joghurt, kein Käse, keine Rohkost
Mittags: Pitta-Zeit (12-14 Uhr)
- Gekochtes Gemüse
- Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen)
- Leichtes Getreide (Reis, Hirse, Quinoa)
- Gute Fette in Maßen (Ghee, Sesamöl)
- Ideale Gewürze: Ingwer, Kreuzkümmel, Koriander, schwarzer Pfeffer, Kurkuma
Abends: Übergang zu Vata (18-19 Uhr)
- Suppe (Gemüse, Dal)
- Gedünstetes Gemüse
- Keine schweren Proteine
- Keine Süßigkeiten
Mit dem Übergang in Richtung Frühling sollten bittere Speisen zunehmen, weniger Fett gegessen werden und schon sanfte Fastentage, beispielsweise mit Kitchari eingeführt werden.