Der schwere feuchte Zustand des Kapha-Frühlings geht allmählig in den trocken-warmen Pitta-Zustand des Sommers über. Der Körper reagiert oft mit Trägheit, wechselnder Energie oder innerer Unruhe. Das Ziel im Mai sollte es sein, Kapha auszuleiten, ohne Pitta zu überhitzen und für Klarheit zu sorgen. Müdigkeit im Frühjahr ist oft ein Zeichen von stagnierendem Kapha. Für die Bewegung bedeutet das, den Tag aktiv zu starten, idealerweise vor 6.30 Uhr. Für die Morgenroutine sind Wandern, Schwimmen, Radfahren, Sonnengrüße oder eine Yoga-Einheit mit dynamischem Flow, Mobilisation oder Mobility zu empfehlen. Leichtes Schwitzen ist günstig. Es sollte nicht bis zur völligen Erschöpfung und mit weniger Leistungsdruck trainiert werden. Der Übergang in Richtung Pitta kann sonst Reizbarkeit oder Schlafprobleme fördern. Tagsüber sollte nicht geschlafen werden. Ruhige Abendspaziergänge in der Natur wirken ausgleichend. Das Nervensystem kann abends mit der Wechselatmung (Nadi Shodhana) beruhigt werden. Sie reduziert mentale Unruhe. Auch langsames Yoga und Meditationen am Abend reduzieren den Alltagsstress.
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