Im Sommer ist das Pitta-Dosha (Hitze, Schärfe, Transformation) angestiegen, der Körper verliert durch Wärme und Trockenheit mehr Energie. Der Tagesrhythmus orientiert sich daran, diese Hitze auszugleichen und gleichzeitig die Verdauungskraft zu unterstützen. Zudem lädt der Sommer dazu ein, weniger Druck und mehr Leichtigkeit in den Alltag zu bringen. Intensive sportliche Höchstleistungen, Überarbeitung und sehr spätes Zubettgehen können nach ayurvedischem Verständnis das Pitta-Dosha zusätzlich erhöhen. Dagegen fördern regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend Erholung, kühlende Ernährung und Zeit in der Natur die innere Balance. Der Morgen ist dabei die beste Zeit für eine etwas dynamischere Praxis, solange die Temperaturen noch niedrig sind. Die Praxis darf fließend sein, sollte aber nicht bis zur völligen Erschöpfung führen. Für die Mittagszeit eignen sich einige Minuten Mobilisation, Atemübungen, kurze Gehmeditationen. Der Schwerpunkt abends liegt auf dem Nervensystem, um Entspannung und Schlafqualität zu fördern. Es geht also eher darum, nicht immer mehr zu leisten, sondern die Praxis bewusster zu gestalten, um mit einem sanften Rhythmus die Energie über den Tag hinweg konstant zu halten.
Kühlende Lebensmittel im Sommer:
Gurke, Zucchini, Spargel, Blattgemüse, Kokosnuss, Granatapfel, süße Beeren, Birnen, süße Kirschen, frische Kräuter (Minze, Koriander), Rosenwasser
Reduziere eher:
Chili, Knoblauch in großen Mengen, rohe Zwiebeln, stark saure Speisen, Essig, Alkohol, sehr fettige Mahlzeiten.
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Gelebte Weiblichkeit
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